Matrador de Rudron, Aussichtspunkt

Von Burgos geht es über den Pass von 1050m das Tal herunter.

Die Landschaft ist karg, aber sehr interessant. In unter einer Stunde bin ich kurz vor meinem Ziel. Leider biege ich, nach Navi, etwas zu früh in die Stadt ab und finde mich umgeben von winzigen Strassen. Ich mache einen Halt und schaue mir die Lage genauer an. Gerade aus gehts einen Absatz runter, links gehts den Berg hoch und die Strassen werden nicht breiter. Umdrehen? Da kommt ein Bauarbeiter vor bei, anscheinend hat er vollstes Vertrauen in meine Fahrkünste und gibt mir noch eine Empfehlung, ein kleines Dorf mit Wasserfall keine 10km weiter, eins der schönsten Dörfer Spaniens.

Sobald er weg ist, fasse ich meinen ganzen Mut zusammen und drehe in zwei zügen am Berg und fahre auf dem gleichen Weg wieder zur Hauptstrasse zurück. Puh, glück gehabt, das hätte locker einen Kratzer oder eine Beule werden können.

Nach dem kleinen Schreck, fahre ich langsam an mein Aussichtspunkt und richte mich da ein.

Der Punkt hat gerade zwei Parkplätze und eine gewaltige Aussicht.

Es ist mal wieder Zeit für Haare und wenn ich schon soweit abseits stehe, dann kann ich auch gleich Duschen.

Ich plane die Tour für morgen, Ölquelle, Flughafen und Dorf mit Wasserfall.

Langsam legt sich der Abend und ich werde hungrig.

Draussen zieht noch ein grosser Schwarm Vögel mit viel Geschrei zu dem Schlafplatz

Dann ist auf einmal Stille

Abends kommt noch ein Spanier mit seinem Sohn vorbei und stellt sich seitlich zu mir.

Die Nacht ist sehr ruhig, der Mond scheint durch mein Schlagzimmerfenster und ich wechsle die Schlafrichtung.

Der Wecker geht um 7Uhr, es ist 9°C, ich werfe die Kaffeemaschine an, Pullover und Trainingshose an und ich geh mir den Sonnenaufgang/Monduntergang anschaun 😉

Kaum ist die Sonne draussen, schon startet ein Adler. Es ist ein Ausgewachsener und vermutlich zwei Jungadler, die um das Nest herum hängen.

Der Spanier kommt noch auf einem Plauderer vorbei, https://t.co/CdoCKzUwL3

danach packe ich zusammen und verlasse den wunderschönen Ort.

Burgos, Wohnmobilstellplatz

Die Fahrt ist kurz und ich erreiche Burgos recht schnell über die Schnellstrasse. Burgos selber ist etwas trickreich zu fahren oder vielleicht stelle ich mich nur doof an. Den Wohnmobilstellplatz finde ich recht schnell, ist auch nicht gerade überfüllt.

Kurz nach mir kommt noch ein WoMo mit Stuttgarter KZ an. Die ersten Deutschen nach Wochen. Wir schwätze a bisle und ich bekomme die Info, dass heute die Kathedrale kosten frei ist. Sind nur 4€, aber wir sind ja Schwaben.Einkaufen ist erst mals verschoben und es geht frisch in die Innenstadt, die ich auch in 30min zu Fuss erreiche. Da die Kathedrahle erst um 17Uhr öffnet, habe ich Zeit mich aussen um zu sehen.

Es ist gewaltig und um 17Uhr mache ich mich auch auf zum Eingang. Die Infos stimmen und heute ist freier Eintritt. Die Kathedrale ist gewaltig, ich glaube da könnte ich ein Jahr zubringen und immer noch nicht alles kennen.

El Cid, ist ein national Heiliger, der Spanien von den Mauren befreit hat.

Es gibt sehr viele Pilgerwege nach CdS.

Die Kathedrale vom Innenhof.

Was mir etwas fehlt ist die Ruhe und Besinnung. Alles ist voll gestopft, es gibt keine Bänke oder Kerzen, wo man sich einfach nieder lassen kann. Nach zweieinhalb Stunden bin ich froh wieder draussen zu sein.Gleich um die Ecke finde ich eine kleine Tapasbar.

Das Restaurant kann ich nur empfehlen: ein Tresen, zwei Kellner, eine Küche. Es gibt nur Tapas, die aber frisch und warm aus der Küche.Zurück zu Rosali, die Füsse schmerzen und ich verkrieche mich ins Bett nach einer Tasse Tee.

Tag 2 war sehr produktive. Ein schöner 1117 hat sich dazu gesellt.

Einkaufen war schon länger auf dem Program und gegenüber ist ein „Alcampo“. Der Supermarkt ist mir viel zu gross, es hat sehr viel, aber nicht das Richtige oder die Vielfalt erschlägt mich. Trotzdem bleibe ich fast zwei Stunden im dem Laden, naja ein paar Anregungen hab ich mir ja geholt.

Evtl. für die Spüle? Bis jetzt tuts ein leerer Salatbecher aus Plastik.

Zum waschen von Rosali vielleicht?

Oder so etwas, mit Wasserschlauch anschluss

Ordnung in der hinteren Tür?

Es gibt 1000 Sachen, aber brauche ich es überhaupt? Manchmal ist weniger mehr 😉

Okay, für 9€ hab ich mir noch einen Trainingsanzug für kalte Abende, Morgende gekauft.

Die zweite Nacht war auch okay, Städte haben zu viele Menschen, deshalb flüchte ich nach dem ersten Kaffee.

Santa Marina, Kloster Parkplatz

Ich mache Unterwegs halt in Pancorbo, eigentlich möchte ich nur ein anständigen Kaffee trinken. Der Cafe con Leche ist auch viel besser als der am Morgen, da fällt mir eine Kirche in der Nähe auf.

Da ist Don Quijote und sein treuer begleiter Sancho Pansa.

Etwas weiter sehe ich einen Fels und ein Schild „Castillo de Santa Marta“.

Der Aufstieg ist recht steil, aber man hat eine gute Aussicht.

Die Stadt ist wirklich sehr eng gebaut. Besonders die alte spanische Verkabelung sieht man noch.

Auch einen alten Karren. Den kenne ich noch von früher, da wurde immer Wasser und gekühlte Getränke verkauft.

Mein Übernachtungsort ist nur 30min weiter entfernt.

Santa Marina, hier gibt es ein Kloster mit Parkplatz.

Wieder sehe eine alte Ruine „Castillo de Rodilla“ und ich muss auf 1000m hoch steigen.

Auf dem Weg nach oben finde ich einige Opfer

Anscheinend haben es Schafe schwer hier.

Ich sehe auch Gemse auf dem Bergrücken

Endlich bin ich oben und habe eine tolle Aussicht.

Etwa 10m unter mir sehe ich etwas braunes, beim genaueren hinsehen sehe eine Gams mit Kitz. Vermutlich hat die Mutter sich hier vor der Herde abgesondert. Das Kitz kann kaum laufen.

Beim Abstieg finde ich auch eine Feder, 48cm,eines Geiers. Vermutlich hat er die Schafe ausgenommen.

Die Nacht ist okay und ich mache mich nach dem Frühstück und einen kleinen Bad in der Quelle, auf dem Weg nach Burgos.

Haut Folin, Waldparkplatz

Eigentlich dachte ich, wenn ich auf 900m hoch fahre, dann sollte es etwa 6°C kühler sein, als auf 300m.

Dafür bin ich extra 3h lang gefahren, ich habe zwischen drinnen noch Pausen gemacht und war noch kurz einkaufen, Zucker ging zur neige und ich habe mich schon an Tee mit Zucker gewöhnt, aber gefühlt ist es hier gleich warm.

Es ist 20:30 und es hat immer noch 27.5°C. Laut Wettervorhersage soll es auf 13°C herunter gehen. Ich kann es kaum erwarten 😉

Auf dem Hügel ganz oben ist wohl ein militär Funkstation.

Hier piept etwas, da bin ich ganz froh etwa 1km davon weg zu stehen 😉

Die Nacht ist warm, 22°C, es kült sich leider nicht wie erhofft ab. Es ist auch fast windstill.

Ich stehe um 6:30h auf, Staubsauge, Kaffee und Frühstück bevor die Sonne über die Bäume steigt.

Heute geht es nach Beaune auf den Campingplatz, da sollte dann Rhona morgen kommen. Von hier ist es etwa 80km und 1.5h entfernt.